Die Mitglieder der Interessengemeinschaft sowie interessierte Gäste begrüßte eingangs Birgit Detig als 1. Vorsitzende von BER+. Der BER+ Salon hat sich als feste Größe etabliert für Knowhow und den Austausch der im Umfeld der Hauptstadtregion engagierten Unternehmen und Akteure. Schon zur Gründung war für die Mitglieder klar: Der BER ist mehr als die „Haltestelle für die Flugzeuge“, es ist eines der herausragenden Infrastrukturprojekte und Wachstumsmotor für das gesamte erweiterte Flughafenumfeld und somit von übergeordneter Bedeutung. Dabei muss der Blick geweitet und die gesamte Region als Einheit verstanden werden – mit Potentialen, die sich gegenseitig befruchten. Umso passender, dass beim neuesten BER+ Salon nun genau das im Fokus stand. Die Rolle und das weitere Potential von zwei Flughäfen für die Hauptstadtregion: Des Flughafens BER und des Flughafens Leipzig/Halle als Taktgeber für die Hauptstadtregion.
Hierzu gab es sehr interessante Vorträge von Ilona Koch, Leiterin Commercial und Real Estate Management, Flughafen Berlin Brandenburg GmbH sowie Katrin Lässig, Senior Vice President Real Estate, Mitteldeutsche Airport Holding / Mitteldeutsche Flughafen AG. Durch die anschließende Diskussion führte als Moderatorin Dr. Johanna Sonnenburg vom Airport City Developers Network.
Ein wirtschaftliches Kraftzentrum
Die wirtschaftliche Landkarte Ostdeutschlands hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Hier treiben zwei gigantische Logistik- und Mobilitätsdrehkreuze das Wachstum voran: der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) als Tor der Metropolregion und der Flughafen Leipzig/Halle (LEJ) als einer der dynamischsten Frachtknotenpunkte Europas. Zusammen bilden die Achsen dieser beiden Airports ein wirtschaftliches Kraftzentrum, das globale Konzerne anzieht, Zehntausende Arbeitsplätze schafft und erhebliche Wertschöpfung generiert.
Direkt am BER sind bereits über 20.000 Menschen beschäftigt. Die Dynamik strahlt direkt auf das Umland aus mit einem starken Jobwachstum und mit einem prognostizierten Zuzug von rund 40.000 Einwohnern in der Flughafenregion bis 2030. Über 350 Hektar neu erschlossene Gewerbeflächen bieten Raum für weitere Großansiedlungen. Südlich zeigt der Flughafen Leipzig/Halle (LEJ), wie spezialisierte Luftfahrtinfrastruktur zum globalen Wettbewerbsvorteil wird. Als Deutschlands zweitgrößter Luftfrachtstandort ist LEJ das logistische Rückgrat für das gesamte mitteldeutsche Wirtschaftsgebiet und ein entscheidender Faktor für die globale Vernetzung. Studien belegen die volkswirtschaftliche Kraft der mitteldeutschen Flughäfen. Zusammen mit Dresden generiert Leipzig/Halle eine jährliche Bruttowertschöpfung von 4,6 Milliarden Euro. Laut Institut der Deutschen Wirtschaft löst jeder direkt an den sächsischen Airports erwirtschaftete Euro weitere 1,49 Euro Wertschöpfung in der regionalen Gesamtwirtschaft aus.
Das wahre Potenzial entfaltet sich in der Verknüpfung beider Standorte als dualer Wirtschaftsraum – aus Passagierverkehr, Geschäftsreisen und forschungsnahe Dienstleistungen der Hauptstadtregion und komplementiert durch eine ununterbrochene 24-Stunden-Frachtabwicklung.
Klar ist: Gerade die diskutierten Fragestellungen rund um die Flächen- und Umfeldentwicklung und aktuelle Prioritäten dieser beiden Institutionen bieten auch für die Mitglieder von IG BER+ große Chancen. Mit qualitätsvollen Neubauprojekten von Büro, Handel bis Wohnen, mit Infrastrukturkompetenz, modernen Energiesystemen und innovativen Nachhaltigkeitslösungen sind unsere Mitglieder selbst Treiber von Wachstum und ganzheitlicher Umfeldentwicklung.




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