Netzwerk und echter Wissenstransfer beim BER+ Salon: Rund 50 Interessierte kamen ins Rathaus Schönefeld. Foto: Michael Divé
Das sogenannte „Rote Buch“ im Kontext der Flughafenumfeld-Entwicklung des BER ist eine strategische Publikation des Berliner Büros REALACE und befasst sich mit der städtebaulichen und infrastrukturellen Zukunft der Metropolregion. Beim BER+ Salon stellte Benjamin Herkommer, Director of Analytics bei REALACE, die ausgearbeitete Entwicklungsstrategie der Pionierregion rund um den BER vor. Während in vielen internationalen Städten Airport-Areale zu Magneten für die gewerbliche (Immobilien-)Entwicklung wurden, fristeten die Berliner Flughäfen und ihr jeweiliges Umfeld über Jahrzehnte hinweg ein bescheidenes Nischendasein. Wesentlich dynamischer ging es da in Frankfurt und München zu, von Chicago, London, Shenzhen, Paris und Zürich ganz zu schweigen. Hier entstanden „Entwicklungs-Korridore“ entlang der Achse von den Innenstädten zu den Airports, die eine ganze Reihe in sich erfolgreicher Räume erzeugten. Wie kann dies auch im Einzugsgebiet des Berliner Flughafens gelingen?
Im Anschluss an den Vortrag präsentierte Dr. Sebastian Seelig (Buro Happold) ein erarbeitetes Mobilitätskonzept. Buro Happold ist ein international tätiges, integriertes Ingenieur- und Beratungsbüro, das kreative Lösungen für Quartiere und Städte entwickelt. Im Bereich von Stadtplanung und Mobilität berät Buro Happold u.a. zu den lebenswerten urbanen Räumen und innovativen Verkehrslösungen. Auch das ist ein wichtiger Baustein für das Neudenken der Region rund um den BER, wie in den Vorträgen deutlich wurde.
Das Thema wurde im Anschluss mit den Referenten diskutiert, sowie mit Marion Schirmer, Wirtschaftsförderung Dahme-Spreewald und Christian Hentschel, Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld. Die Moderation übernahm Birgit Detig als 1. Vorsitzende der Interessengemeinschaft BER+.
Wie kann mit einem zukunftsorientierten Nutzungsmix, kluger Clusterbildung, resilienter Funktionsmischung und nachhaltiger Mobilität der Großraum rund um den BER entwickelt werden? Birgit Detig: „In der Diskussion wurde deutlich, wie viel Potential die Region bietet und welche Verbindungen und Wechselwirkungen verkehrspolitische, baulich-infrastrukturelle und konzeptionelle Fragestellungen haben.“
Ein Thema, das auch die Mitgliedsunternehmen von BER+ beschäftigt. Daher treibt die Interessengemeinschaft die Debatte voran, wie die Region rund um den Flughafen Berlin Brandenburg langfristig zu einem zukunftsweisenden und innovativen Wirtschafts- und Lebensraum transformiert werden kann.
Die Analyse von REALACE ist dafür eine wichtige Basis. Sie dient der regionalen Wirtschaftsförderung, sowie den Akteuren der Immobilienwirtschaft, organisiert unter anderem in der Interessengemeinschaft IG BER+, als wertvolle Orientierungshilfe um die Zukunft zu gestalten.




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