Ort des BER+ Salons waren die Räume unseres Mitgliedsunternehmens Alpine Immobilien GmbH in 12529 Schönefeld. Bei diesem Abend ging es um ein Thema, das Planende und Bauende sowie Akteure aus Politik und Infrastrukturplanung gleichermaßen beschäftigt: Thema war die Eingriffsregelung nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und daraus folgende Verpflichtungen zu Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.
Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen: Wo sind die Flächen?
Es referierten Anne Schöps von der Flächenagentur Brandenburg, Daniela Kurtzmann von Berliner Stadtgüter, Martin Janotta vom Fugmann Janotta Partner, einem Büro für Landschaftsarchitektur, Landschaftsplanung und Stadtplanung sowie Georg Balzer von der BADC GmbH – die Berlin-Brandenburg Area Development Company GmbH (BADC) unterstützt Unternehmensansiedlungen im Flughafenumfeld durch fachspezifische Beratung im Naturschutz- und Bauplanungsrecht (Eingriffsregelung). Grundlage dafür ist die Vorbereitung und Steuerung interkommunaler Projekte der Standort- und Strukturentwicklung im Umfeld des BER.
In Vorträgen und im Austausch miteinander wurden die rechtlichen Grundlagen nach dem Naturschutzgesetz thematisiert. Frau Schöps stellte das Thema Flächenpools für Kompensationsflächen in Brandenburg vor. Mögliche Kompensationsmaßnahmen auf Flächen der Berliner Stadtgüter wurden im Anschluss präsentiert. Die Berliner Stadtgüter vermieten und verpachten Flächen für Landwirtschaft, regenerative Energieerzeugung, Gewerbe und private Nutzung. In der folgenden Diskussion wurden aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze besprochen im Umgang mit der Eingriffsregelung nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und bei den daraus resultierenden Verpflichtungen zu Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

Hier finden Sie die Vorträge des 2. BER+ Salons zum Download:
- Daniela Kurtzmann: Die Berliner Stadtgüter als Flächenagentur
- Anne Schöps: Flächenpools für Kompensationsflächen in Brandenburg
- Martin Janotta: North Gate West Bebauungsplan 01/19 – Überblick zur Planung der Kompensationsmaßnahmen
Zielkonflikte sind da – aber lösbar
Dabei wurde klar: Bei der Vereinbarkeit von neuem Wohn- und Gewerberaum mit Fragen der Flächenkompensation spielen Planende und Bauende eine wichtige Rolle und übernehmen aktiv Verantwortung bei diesem Thema. Aber: Es müssen ausreichend passende Flächen für Ausgleichmaßnahmen verfügbar und bezahlbar sein – hier gibt es noch viel zu tun.
Vielen Dank an die Referentinnen und Referenten des BER+ Salons und an den Gastgeber, die Alpine Immobilien GmbH für den gelungenen Rahmen und die Möglichkeit zum Austausch und Get-Together bei Snacks und Getränken im Nachgang des fachlichen Teils. Möchten Sie zum nächsten Veranstaltung der Interessengemeinschaft BER+ eingeladen werden? Schreiben Sie an Birgit Detig an birgit.detig@arcadis.com und wir setzen Sie gerne auf die Einladungsliste.


